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Der Japankäfer

Der Japankäfer kann grosse Schäden an den Schweizer Kulturpflanzen verursachen. Aus diesem Grund gilt er in der Schweiz auch als Quarantäneorganismus und ist somit melde- und bekämpfungspflichtig.

Der Japankäfer

 

Der Fall Kloten

In der Gemeinde Kloten sind Mitte Juli 2023 vier Japankäfer in einer Lockstofffalle gefunden worden. Fachpersonen des Kantons haben daraufhin das umliegende Gebiet abgesucht und zahlreiche weitere Käfer gefunden. Das Amt für Landschaft und Natur hat in Absprache mit dem Bund verschiedene Bekämpfungsmassnahmen verfügt. 

Was diese Massnahmen für die Landwirtschaft in den einzelnen Zonen bedeutet, kann in folgendem Merkblatt nachgelesen werden: Umgang mit den Massnahmen in der Landwirtschaft in Bezug auf den Japankäfer

Die Grundlagen für die Massnahmen können in der Allgemeinverfügung Japankäfer Zürich 2026 nachgelesen werden.

Das Problem

Der Japankäfer hat Hunger. Grossen Hunger. Und das auf rund 400 unterschiedliche Pflanzen, darunter auch Äpfel, Reben und Rosen. Dabei verursacht vor allem der Käfer grosse Frassschäden. Oft bleiben nur die Gerippe der Blätter zurück. Da die Pflanze so nicht mehr in der Lage ist Fotosynthese zu betreiben und somit zu atmen, wird sie stark geschwächt oder stirbt sogar ab. 

Der Schaden des Japankäfers ist enorm. Gemeinsam fallen die Japankäfer über Kulturpflanzen her und fressen so lange daran, bis nur noch die groben Pflanzenteile übrig bleiben.
Der Schaden des Japankäfers ist enorm. Gemeinsam fallen die Japankäfer über Kulturpflanzen her und fressen so lange daran, bis nur noch die groben Pflanzenteile übrig bleiben. Bild: Matteo Maspero, https://gd.eppo.int/taxon/POPIJA/photos

Ursprünglich kommt der Japankäfer, wie der Name schon sagt, aus Japan. Mit dem zunehmenden Pflanzenhandel ist er auf Umwegen auch bei uns gelandet. Bei uns fehlen die natürlichen Feinde, die den Käfer in Schach halten könnten, weshalb er sich hier massenhaft verbreitet. Gerade weil er einen so grossen Schaden anrichtet ist er in der Schweiz und der EU als Quarantäneschädling gelistet. Das bedeutet, dass ein Fund möglichst schnell gemeldet und bekämpft werden muss.

Die Erkennungsmerkmale

In der Schweiz gibt es zahlreiche einheimische Käfer, wie etwa der Rosenkäfer, der Gartenlaubkäfer sowie der Mai- und Junikäfer, die mit dem Japankäfer verwechselt werden könnten. Dabei trifft vor allem ein Merkmal ausschliesslich auf den Japankäfer zu. Die fünf weissen Haarbüschel, die der Käfer rechts und links an den Seiten sowie die zwei Haarbüschel, die er am Hinterteil trägt. Der Halsschild des Japankäfers schimmert auffällig grün, die Flügeldecken sind braun gefärbt.

Der Japankäfer mit seinen fünf typischen Haarbüscheln auf der Seite des Körpers.
Der Japankäfer mit seinen fünf typischen Haarbüscheln auf der Seite des Körpers. Bild: Gilles San Martin, https://gd.eppo.int/taxon/POPIJA/photos

Folgende Dokumente bieten zusätzliche Informationen für die Unterscheidung der einzelnen Käferarten:

 

Die Überwachung

Da es sich beim Japankäfer um einen Quarantäneschädling handelt, wird er schweizweit von den kantonalen Pflanzenschutz Fachstellen überwacht. Die Fallenstandorte sind so gewählt, dass sie möglichst regelmässig über die Schweiz verteilt sind. Ausserdem werden Sie vorzugsweise in der Nähe von z.B. Autobahnraststätten aufgestellt, da man vermutet, dass die Käfer als blinde Passagiere aus dem Tessin oder den Italienferien, wo der Käfer leider schon verbreitet ist, mitgenommen werden könnten. Die Überwachung selbst geschieht mit Hilfe sogenannter Lockstofffallen. Die Fallen enthalten einen Duftstoff, der die erwachsenen Käfer anzieht und sprichwörtlich in die Falle lockt. 

Im Kanton Tessin, wo bereits Käfer gefunden wurden, dient die Falle der Populationsüberwachung. In der restlichen Schweiz, in der die Japankäfer noch nicht aufgetreten sind, dienen Fallen dazu einen Erstbefall möglichst früh zu erkennen, damit anschliessend sofort Bekämpfungsmassnahmen eingeleitet werden können.

 

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