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Die Zuckerrübensaat ist in vollem Gange

Die Saat 2025 ist unter guten Bedingungen angelaufen. Die früh gesäten Rüben haben den Boden schon durchstossen. Zudem dürften am letzten Wochenende viele Rüben gesät worden sein.

Aktuelles 

Die ersten Landwirte haben Anfang März während der Schönwetterperiode die Zuckerrüben gesät – ein mutiger Entscheid. Oft ist das allererste Saatfenster nicht das Beste, da die Rüben in der Regel besser gedeihen, wenn man das zweite oder dritte Saatfenster abwartet. Letzte Woche war es kalt, in einigen Regionen gab es sogar Morgenfrost. Wie sich die früh gesäten Rüben entwickeln, wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen.

Die Aussaat am vergangenen Wochenende erfolgte unter guten Bedingungen. Der Bise-Wind hat den Boden oberflächlich gut abgetrocknet, während der Unterboden weiterhin stark feucht ist. Diese Woche war das Wetter weniger beständig, doch bis Ende der ersten Aprilwoche dürfte die Aussaat abgeschlossen sein. Unter den aktuellen Bedingungen wird eine eher flache Saat von 1-2 cm empfohlen. Dank regelmässiger Niederschläge und genügend Bodenfeuchtigkeit ist es nicht erforderlich, den Samen tiefer abzulegen.

Sobald die Zuckerrüben keimen, bilden sie schnell eine tiefe Pfahlwurzel, die die verbleibende Winterfeuchtigkeit erreicht. Daher bleibt zu hoffen, dass das Wachstum zügig voranschreitet und die Rüben trotz späterer Saat rasch gedeihen. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rübenkampagne sind weiterhin gegeben.

Saat Rüben
Die Saat konnte 2025 mehrheitlich unter sehr guten Bedingungen erledigt werden – die nächsten Wochen sind entscheidend für den weiteren Jahresverlauf.

 

Schädlinge 

Neben Schnecken, die genau beobachtet werden müssen, ist vor allem auf den Erdfloh zu achten. Schnecken sollten nur nach dem Aufstellen einer Kontrollfalle bekämpft werden. Dazu kann ein Jutesack ausgelegt und eine Testfläche mit Schneckenkörnern bestreut werden. Achtung: Sluxx-Köder hinterlassen keine Schleimspuren.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Erdfloh kaum zu Totalschäden führt und Zuckerrüben robuster sind als oft angenommen. Kritisch ist der Befall bis zum 2- bis 4-Blatt-Stadium, danach kann der Erdfloh den Pflanzen keinen Schaden mehr zufügen. Wichtig: Insektizidapplikationen sind erst nach einer Sonderbewilligung durch den jeweiligen Kanton erlaubt. Zudem muss die Bekämpfungsschwelle erreicht sein (50 % der Keimlinge oder 80 % der Pflanzen im 2- bis 4-Blatt-Stadium betroffen). Die Witterung spielt bei der Applikation eine entscheidende Rolle. Anhaltend regnerische Tage helfen mit, da Erdflöhe abgespült werden. Bei einer bevorstehenden Schönwetterperiode kann eine Anwendung jedoch sinnvoll sein. Auch die Herbizidapplikation ist entscheidend. Sie ist oft die grösste Belastung für die jungen Pflanzen. Die Mischung von Herbiziden mit Insektiziden ist zwar erlaubt, bringt aber wenig Nutzen. Während das Insektizid den Erdfloh bekämpft, kann das Herbizid auf offenen Stellen mit maximaler Intensität wirken und die Pflanze schädigen. Daher empfiehlt es sich, das Insektizid zwei Tage vor dem Herbizid auszubringen, damit die verletzten Stellen verkorken können.

Wichtig ist eine rasche Jugendentwicklung der Rüben, damit sie schnell aus der kritischen Phase herauswachsen. Die Fachstelle testet gemeinsam mit IP-Suisse und der Ricola AG alternative, pflanzenschutzfreie Bekämpfungsmethoden.

Herbizidanwendung 

Frühe oder langsam wachsende Zuckerrüben benötigen häufig vier statt drei Herbizid-Splits. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass unzureichende Herbizidapplikationen in anspruchsvollen Frühjahren zu Spätverunkrautung führen können.

Ab dem 1. April darf Debut nicht mehr eingesetzt werden. Die Fachstelle hat hierzu umfangreiche Versuche durchgeführt um Alternativen zu optimieren. Detaillierte Informationen sind im "Rübenpflanzer 1/2025" zu finden. Kurz zusammengefasst hilft eine frühzeitige, gezielte Anwendung von Metamitron, um Herausforderungen zu bewältigen. Wichtig ist, dass mit Abschluss der Herbizidapplikationen insgesamt 5 kg Metamitron ausgebracht wurden. Zudem empfiehlt die Fachstelle, Zusätze erst ab dem zweiten Split beizumischen.

Bei der Conviso-One-Anwendung wird empfohlen, die Spritzung in zwei Gaben aufzuteilen (2x 0,5 l/ha mit 1,0 l/ha Mero). Zusätze sollten nur bei hohem Ehrenpreisdruck beigemischt werden. Betriebe mit dem Produktionssystembeitrag "Herbizidverzicht" (Behandlung bis zum 4-Blatt-Stadium) können die Gesamtmenge von 1,0 l/ha Conviso One mit 1.0l/ha Mero auch in einer einzigen Applikation ausbringen.

Boden März
Der Boden ist Dank der Bise oberflächig gut abgetrocknet, ist aber im Unterboden teilweise noch stark nass.

 

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