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Öko-Augenblick

Schnecken sind nicht immer gefrässig, vermehren sich masslos und kommen nur in feuchter Umgebung vor!

Öko-Augenblick

Die weisse Turmschnecke (Märzenschnecke) und auch die Heideschnecke sind in der Schweiz gefährdet. Sie leben nämlich in lückigen, trockenen Magerwiesen, die grundsätzlich selten sind. Sie bleiben aber trotz ihrer Vorlieben für Wärme und Sonne Schnecken und haben Tricks entwickelt, um unwirtliche Bedingungen zu überstehen. Heideschnecken verfallen in einen Trockenschlaf, festgeklebt an stehengelassenen Stängeln und entgehen so bodennahen Fressfeinden. Dort ist auch die Erhitzung weniger stark und bereits der Tau oder wenig Regen genügt für den Feuchtigkeitshaushalt.

Heideschnecke
Heideschnecken überdauern heisse Tage nicht am Boden, sondern in kühler Höhe

Anders die weisse Turmschnecke: sie überlebt Trockenphasen und den Winter im weichen Boden. Damit sie Erdlöcher graben kann, braucht sie viele offene Bodenstellen mit vereinzelten Grashorsten.

weisse Turmschnecke
ie weisse Turmschnecke schätzt offenen Boden mit Rückzugsmöglichkeiten

Aktiv werden beide Schneckenarten bei feuchtem, nassen Wetter. Dann fressen sie absterbende und verrottende Pflanzenteile, die vom Regen durchnässt wurden.

Für die Verbreitung brauchen sie Hilfe, denn sie kriechen nur kurze Strecken: Wild- oder Nutztiere transportieren die Schnecken im Pelz in neue Lebensräume.

Leider sind beide Schnecken auch der erste Wirt des kleinen Leberegels. Dessen Kreislauf ist aber kompliziert und einen eigenen Öko-Augenblick wert! Ein anderes Mal!

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