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Öko-Augenblick

Der Feldhase Symbol für Fruchtbarkeit ist heute selten geworden. Ein kurzer Einblick in seine Lebensweise, Reproduktion und Fördermassnahmen.

Der Feldhase, die typische Leitart der offenen Kulturlandschaft, ist inzwischen selten geworden. Pro Quadratkilometer Ackerland lebten in der Schweiz 2018 durchschnittlich noch 8 Tiere, in Grünlandgebieten waren es noch 1.7. Grund für die tiefen Bestände sind Flurbereinigungen und Intensivierung der Bewirtschaftung, die kaum noch störungsfreie Rückzugsbereiche übrig liessen. Der Feldhase ist Einzelgänger und nachtaktiv. Tagsüber sitzt er in seiner Sasse, die ihm stets eine optimale Rundumsicht garantiert. Bei Störungen verlässt er diese erst im letzten Moment. Als Nahrung nutzen Hasen eine Vielfalt an Kräutern und Gräsern. Der Feldhase ist lebendgebärend. Nach einer Tragzeit von 42 Tagen setzt die Häsin jetzt Anfang Februar bis in den September mehrmals 2-3 Junge ab. Diese kommen voll entwickelt mit Fell und offenen Augen zur Welt. Die Jungen werden meist einmal täglich nach Sonnenuntergang zum Säugen aufgesucht. An ihren Geburtsort verbleiben diese 3 bis 5 Wochen. Um den Feldhasen bessere Lebensbedingungen zu schaffen, sind diverse Brachen, Altgrasstreifen, Büsche und stufige Waldränder wichtige Fördermassnahmen. 

Feldhase
Junger Feldhase                                                                                                                                                                                                                  Pixabay, K. Bouda

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