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Pflanzenbau News 20. August 2025

Themen dieser Woche: Maisrost; Maiszünsler; Maisbeulenbrand ¦ Raps-Saat

Mais

Maisrost

In vereinzelten Maisfeldern stechen besonders an den Parzellenrändern «rostige» Maisblätter ins Auge. Dabei handelt es sich um Maisrost, ein pilzlicher Krankheitserreger (Puccinia sorghi), welcher mit dem Wind auf die Maispflanzen getragen wurde. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Krankheit ist gering und eine direkte Bekämpfung nicht mehr möglich. Um den Zyklus zu unterbrechen, sollte nach der Ernte das befallene Maisstroh sauber untergepflügt werden. Im Herbst wechselt der Erreger zur Überwinterung auf seinen Zwischenwirt, wofür verschiedene Sauerkleearten in Frage kommen.

Maisrost
Zimtfarbige Rostsporen auf den Maisblättern. Foto: zvg
Maisrost
Die mit dem Wind verbreiteten Rostsporen legen sich besonders an den Rändern der Parzelle nieder. Foto: zvg

 

Maiszünsler

Nach der Eiablage im Juni dringen die Larven des Maiszünslers in den Stängel ein und fressen sich zuerst hinauf zur Fahne, dann wieder hinunter, bis sie im Herbst in der Storze zur Überwinterung angekommen sind. Dabei werden die Stängelknoten durch Verlassen des Stängels und erneutes Wieder-Einbohren unterhalb des Knotens umgangen. Beim genaueren Hinschauen erkennt man jetzt im Bereich der Knoten Bohrlöcher mit Bohrmehl, welches sich in den Blattachseln ansammelt. Bei hohem Befall wird die Nährstoffeinlagerung in die Kolben gestört und es kommt zum Abknicken der Stängel. Besonderes Schadpotenzial besteht beim Körnermais, da dieser länger auf den Feldern stehen bleibt. Die Frassspuren sind auch Einfallstore für Pilze wie Fäulnis oder Fusarien. Das Ausbringen von Trichogramma Schlupfwespen empfiehlt sich im nächsten Jahr, wenn Sie im diesjährigen Bestand bei Silomais einen Maiszünsler-Befall von 20 – 30 % und bei Körnermais 10 – 20 % auszählen. Dazu sollten an je 10 Stellen fortlaufend 5 Pflanzen kontrolliert werden.

Maiszünsler
Sind jetzt im Feld viele geknickte Stängel mit Bohrmehl in den Blattachseln festzustellen, sind dies deutliche Anzeichen für die Frasstätigkeit der Larven des Maiszünslers. Foto: Strickhof

 

Maisbeulenbrand

In Regionen, welche von Hagel heimgesucht wurden, ist häufiger der Mais-Beulenbrand anzutreffen. Denn die Verletzungen der Pflanze haben ein Eindringen des Erregers begünstigt. Die Beulen dieses Brandpilzes sind nicht giftig. Wenn aber viele grosse Beulen vorhanden sind, kann die Verwendung eines Silierhilfsmittels ratsam sein, um die Stabilität der Silage zu verbessern. Auch hier empfiehlt es sich nach der Ernte, das befallene Maisstroh mit den Brandbeulen sauber unterzupflügen.

Maisbeulenbrand
In Mexiko werden die jungen Brandbeulen als Delikatesse zubereitet und verspeist. Foto: Strickhof

 

Raps

Saat

Sobald es die Bodenfeuchte zulässt, steht die Rapssaat bevor. Vorsicht ist geboten bei schweren Böden und Arbeitsgängen unter feuchten Bedingungen, sonst riskiert man ein Trümmergefüge oder Verdichtungen in den Fahrspuren sowie Pflugsohlen, worauf die Pfahlwurzel des Raps besonders empfindlich reagiert. Spätere Probleme mit ungleich auflaufendem Raps und Erdflohfrass entstehen oft durch ein Saatbeet mit ungenügendem Bodenschluss. Lange Stoppeln sollten besonders bei pfluglosem Anbau gemulcht werden. Raps ist ein hervorragender Verwerter von Hofdünger und reagiert sehr positiv auf eine Kalkung. Auch hier sollten die Substrate gleichmässig in den Boden eingearbeitet werden.

Raps Saat
Ein gründliches Einarbeiten der Getreidestoppeln sorgt für guten Bodenschluss der Rapssaat und begünstigt den gleichmässigen Feldaufgang. Foto: Strickhof

 

PDF: Pflanzenbau News 20. August 2025

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