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Schädigende Wanzen im Obstbau

Merkblätter 1-8 aus dem Interreg Projekt VI (2023)

Einleitung

Wanzenarten verursachen in Obst und Beerenkulturen zunehmend Schäden an den Früchten. Dies war der Grund ein Interreg Projekt zum Thema "Schädigende Wanzen im Obstbau" ins Leben zu rufen. Im Projekt wurden über drei Jahre wertvolle Erfahrungen, Erkenntnisse und Versuchsfragen grenzübergreifend ausgetauscht. Ziel des Projekts war es, Lösungsansätze zur Verhinderung der enormen Fruchtschäden zu finden. Um dieses Ziel zu erreichen, standen umfangreiche Monitorings verschiedener Wanzenarten und deren Gegenspieler wie z.B. die Samurai-Schlupfwespe (Trissolcus japonicus) im Fokus. Gleichzeitig erfolgten direkte Bekämpfungsversuche und die Prüfung alternativer Methoden zur Befallsminderung.

 

Erkenntnisse / Fazit

Über die Jahre konnten verlässliche Daten gesammelt werden. Es hat sich gezeigt, dass die klimatischen Bedingungen in vorangehenden Jahren eine wichtige Rolle beim Populationsaufbau der Marmorierten Baumwanze (Halyomorpha halys) und damit dem zu erwartenden Schaden spielen. Auch konnte die Ausbreitung des natürlichen Gegenspielers - der Samuraiwespe (Trissolcus japonicus) – in der Schweiz und in Deutschland bestätigt werden. Die Projektpartner sind sich einig, dass eine chemische Bekämpfung mit den vorhandenen Mitteln nur begrenzt wirksam ist und den natürlichen Gegenspielern eine wichtige Rolle in der Bekämpfungsstrategie zu kommt.

Ebenfalls hat die heimische Rotbeinige Baumwanze während der Projektjahre stark an Bedeutung gewonnen und im Jahr 2022 lokal zu grossen Ernteverlusten beigetragen. Wegen der unterschiedlichen Biologie im Vergleich zur Marmorierten Baumwanze sind hier andere Bekämpfungszeitpunkte angezeigt. Der weitere Populationsverlauf der Rotbeinigen Baumwanze ist noch unklar und muss weiter beobachtet werden.

PDF: Abschlussbericht Interreg V: Schädigende Wanzen im Obstbau

 

Merkblätter

 

Autoren: Anja Ackermann, BBZ Arenenberg; Marlis Nölly, BBZ Arenenberg; Richard Hollenstein, LZSG; David Szalatnay, Strickhof

 

Projektbanner Interreg

 

Was ist Interreg? 

Interreg ist ein Regionalprogramm der Europäischen Union (EU) im Rahmen des Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit, an dem sich auch Nicht-EU-Staaten wie die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein beteiligen können. Das Interreg-Programm wird von den Regionen selbst geschrieben und verwaltet. Auch die Projektauswahl erfolgt durch regionale Vertreter. Interreg ist daher ein Programm aus der Region für die Region. 

Für das Fördergebiet „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ ist vom Land Vorarlberg (A), vom Freistaat Bayern (D), vom Land Baden-Württemberg (D), vom Fürstentum Liechtenstein und von den am Programm beteiligten Schweizer Kantonen ein spezielles auf die Region zugeschnittenes Programm erstellt worden. Es beschreibt die strukturellen und sozioökonomischen Gegebenheiten des Gebietes, bestimmt Ziele und Strategien, regelt die Programmdurchführung und legt die Förderschwerpunkte fest.

 

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