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Trockene, weiche und griffige Liegeboxen

Am Fachabend Tierhaltung zum Thema «Liegeboxen» zeigten Experten auf, wie Kühe am besten gebettet werden, um eine optimale Milchleistung zu erzielen.

Das Thema «Liegeboxen» stiess bei den Tierhalterinnen und Tierhalter auf grosses Interesse, wählten sich doch am Dienstagabend 245 Personen via Zoom zum Fachabend des Teams Tierhaltung ein. Matthias Schick, Bereichsleiter Tierhaltung und Milchwirtschaft, erwähnte bei der Begrüssung die Krux von Laufställen mit ihren ständig nassen Laufflächen, derweil Kühe ihre Klauen trocken halten sollten. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die Kühe wenigstens trockene Liegeboxen vorfinden. So können sich die Klauen während der durchschnittlich 13-stündigen täglichen Liegezeit erholen. 

Mindestens 15 cm Einstreu

Michael Zähner von der Agroscope Tänikon zeigte in seinem Fachvortrag die wichtigsten Ansprüche an eine gute Liegebox auf – vom Aufbau und der Pflege bis zu rechtlichen Aspekten. Er erläuterte die Unterschiede zwischen Hoch- und Tiefboxen, wobei beide Systeme Vor- und Nachteile haben. «Eine Kuh würde vom Komfort her die Tiefbox wählen», sagte Michael Zähner, jedoch gestalte sich deren Pflege aufwändiger und die Verfügbarkeit des Einstreumaterials sollte berücksichtigt werden.

Worauf ist besonderes Augenmerk zu legen? Ein starres Nackenrohr ist nicht mehr zeitgemäss, es sollte flexibel sein. Die Einstreu sollte mindestens 15 cm oder dicker sein. Wichtig ist, dass die Liegebox trocken ist, weil sich ansonsten Keime rasch vermehren können – unabhängig ob die Einstreu Kalk-Stroh, Feststoffe (von separierter Gülle), Kompost oder Sand ist.

Handliches Einstreugerät

Der zweite Teil führte durch den Milchviehstall von AgroVet-Strickhof, moderiert von Katrin Müller. Selina Hug zeigte den Aufbau der Liegeboxen und wie sie gepflegt werden. Um der Kalk-Stroh-Matratze Kalk beizufügen, verwendet der Strickhof ein handliches, akkubetriebenes Einstreugerät. Versuchsweise wurden an einigen Boxen Keile im Brustbereich eingebaut, um die Stabilität der Einstreu zu erhöhen. 

Text: Ursina Berger

Infozeile: Nächster Fachabend Tierhaltung am Dienstag, 28. März 2023, zum Thema «Einfluss der Fütterung auf die Tiergesundheit».

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